Der russische Präsident Wladimir Putin schlug dem aserbaidschanischen Staatschef Ilham Aliyev vor, das Treffen mit einer Diskussion über die Situation des Flugzeugabsturzes der Fluggesellschaft „Azerbaijan Airlines“ (AZAL) bei Aktau (Kasachstan) zu beginnen.
Putin erinnerte an seine Entschuldigung dafür, dass sich die Tragödie am Himmel über Russland ereignet hatte. Der Präsident der Russischen Föderation sprach den Familien der Opfer des Flugzeugabsturzes erneut sein Beileid aus.
Ihm zufolge leistet Russland jede erdenkliche Unterstützung bei der Untersuchung des Absturzes des aserbaidschanischen Flugzeugs.
Wladimir Putin erklärte, dass die beiden vom russischen Luftverteidigungssystem abgefeuerten Raketen das AZAL-Flugzeug nicht direkt getroffen, sondern wenige Meter entfernt explodiert seien. Laut dem russischen Staatschef wurde das Flugzeug nicht durch die Gefechtsköpfe der Luftverteidigungsraketen getroffen, sondern höchstwahrscheinlich durch deren Splitter. Er fügte hinzu, dass der Besatzung des AZAL-Flugzeugs eine Landung in Machatschkala angeboten worden sei, diese sich jedoch entschieden habe, zum Heimatflughafen weiterzufliegen.
Putin brachte den Absturz des AZAL-Flugzeugs auch mit der Anwesenheit einer ukrainischen Drohne am Himmel in Verbindung. Er teilte mit, dass Russland am Tag der Tragödie drei ukrainische Drohnen „verfolgt“ habe, die die Grenze der Russischen Föderation überquert hatten.
Nach den Worten des russischen Präsidenten wurde er vorgestern über die Ursachen des Absturzes des AZAL-Flugzeugs informiert, die er dem Präsidenten von Aserbaidschan, Ilham Aliyev, mitteilte.
Er versicherte, dass Russland eine rechtliche Bewertung der Handlungen aller Beamten im Zusammenhang mit dem Absturz des AZAL-Flugzeugs vornehmen und alles tun werde, was in solch tragischen Fällen für Entschädigungszahlungen erforderlich ist. „Es muss eine objektive Bewertung gegeben und die wahren Ursachen des Absturzes des AZAL-Flugzeugs bekannt gegeben werden“, fügte Putin hinzu.
Quelle: TASS
