Ab dem nächsten Jahr werden die Bürger Aserbaidschans die Ergebnisse der laufenden digitalen Reformen, die auf Transparenz und Verantwortlichkeit bei der Nutzung persönlicher Daten abzielen, direkt erleben können.
Der stellvertretende Vorsitzende der Agentur für Innovation und Digitale Entwicklung (IRIA) beim Ministerium für Digitale Entwicklung und Verkehr, Shahin Aliyev, gab die Ankündigung während der Konferenz Critical Infrastructure Defense Challenge 2025 (CIDC-2025) in Baku bekannt.
Laut Aliyev informiert die MyGov-Plattform die Nutzer bereits, wenn ein privates Unternehmen den Zugriff auf ihre persönlichen Daten anfordert, und ermöglicht es den Bürgern, diesen Zugriff direkt zu verwalten. „Ein Bürger kann den Zugriff vollständig einschränken, ihn für einen bestimmten Zeitraum gewähren oder eine einmalige Nutzung autorisieren. Der Umfang dieses Systems wird schrittweise erweitert. Wenn ein Unternehmen, eine Geschäftseinheit oder eine Regierungsbehörde die Daten einer Person nutzen möchte, wird dies nur mit der ausdrücklichen Zustimmung der Person möglich sein“, betonte Aliyev.
Er fügte hinzu, dass die Bürger jedes Mal Benachrichtigungen erhalten, wenn ihre persönlichen Informationen im Rahmen öffentlicher Dienstleistungen abgerufen oder verwendet werden.
„Jeder wird verfolgen können, wann, wo und zu welchem Zweck seine persönlichen Daten verwendet werden. Die Initiative begann mit dem Datenaustausch zwischen öffentlichen und privaten Sektoren, und zusätzliche Maßnahmen zur Erhöhung der Transparenz sind im Gange. Bis zum nächsten Jahr werden die Bürger greifbare Ergebnisse dieses Prozesses sehen“, sagte Aliyev.
Einheitliches Staatliches Register der Datensysteme Bis Jahresende
Unterdessen kündigte der Leiter des Elektronischen Sicherheitsdienstes, Farid Zeynalov, an, dass bis Ende dieses Jahres alle Systeme, die persönliche Daten in Aserbaidschan sammeln, in einem einheitlichen staatlichen Register für Informationssysteme zusammengeführt werden.
„Alle staatlichen und privaten Institutionen wurden angewiesen, Listen der Systeme vorzulegen, die persönliche Daten verarbeiten. Auf der Grundlage dieser Informationen werden diese Systeme in das Register aufgenommen und offiziell lizenziert“, erklärte Zeynalov.
Er bemerkte außerdem, dass jedes System aufzeichnen müsse, wer auf persönliche Daten zugegriffen hat, wann und welche Änderungen vorgenommen wurden – eine wichtige Maßnahme, um Verantwortlichkeit sicherzustellen und Missbrauch zu verhindern.
