In vielen Ländern ist das System der Stundenlohnbasis weit verbreitet. In den USA wird es als hourly wage, im Vereinigten Königreich als national minimum wage oder living wage bezeichnet. Dabei hängt das Einkommen von der Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden ab.
Ein solches System eignet sich besonders für Studierende oder Personen mit einem Zweitjob; in Japan stellt es sogar die Haupteinnahmequelle für Universitätsstudenten dar. In Aserbaidschan ist das Modell der Stundenvergütung bislang jedoch nicht weit verbreitet.
Dennoch könnte die Einführung dieses Systems mehrere positive Effekte haben. Wie der Abgeordnete Vugar Bayramov betonte, wird dieses Thema bereits seit geraumer Zeit diskutiert.
„Das Ministerium für Arbeit und Sozialschutz der Bevölkerung teilte mit, dass diese Praxis aktiv geprüft werde und die Möglichkeit ihrer Einführung in unserem Land erwogen wird“, sagte Bayramov.
Er hob hervor, dass die Einführung eines stundenbasierten Mindestlohns es Bürgern ermöglichen würde, an mehreren Arbeitsplätzen tätig zu sein und ein höheres Einkommen zu erzielen, insbesondere für diejenigen, die vertraglich beschäftigt sind.
„Das System der Stundenvergütung trägt zur Erhöhung der Bezahlung für Wochenend-, Feiertags- und Überstundenarbeit bei und spielt somit eine wichtige Rolle beim Schutz der sozialen Rechte der Arbeitnehmer“, betonte der Parlamentarier.
Bayramov ist überzeugt, dass die Einführung eines solchen Systems in Aserbaidschan sinnvoll sei, und die laufenden Diskussionen zeigten, dass ein Übergang zum Stundenlohnsystem im Land nicht ausgeschlossen sei.
Quelle: Bizim.Media
