Syrien ist offiziell das 14. Land, das Erdgas aus Aserbaidschan importiert – ein weiterer Meilenstein in Bakus wachsender Rolle als globaler Energieversorger. Dies gab der aserbaidschanische Wirtschaftsminister Mikayil Jabbarov in einem Interview mit Euronews Türkçe bekannt.
Laut Jabbarov reiht sich Syrien damit in die wachsende Liste von Staaten ein, die aserbaidschanisches Gas über verschiedene Pipelines beziehen. „Das ist mehr als nur ein kommerzieller Erfolg“, sagte der Minister. „Es handelt sich um eine strategische Entwicklung, die Aserbaidschans Position auf der globalen Energiekarte stärkt und zur regionalen Erholung und Stabilität beiträgt.“
Die Gasexporte gelten als zentral für den Wiederaufbau Syriens nach Jahren des Krieges. „Zuverlässige Energieinfrastruktur ist entscheidend für die Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität“, so Jabbarov. „Aserbaidschanisches Gas wird eine stabile Stromversorgung sichern und den Bedarf von Millionen Menschen decken.“
Jabbarov betonte, dass dieser Schritt die bilateralen Beziehungen zwischen Baku und Damaskus stärke, und verwies auf kürzliche Treffen der Präsidenten beider Länder in Antalya und Baku.
„Dieses Projekt ist nicht nur ein Ergebnis bilateraler Zusammenarbeit, sondern auch Ausdruck breiterer regionaler Partnerschaften“, so Jabbarov. „Es ist das Resultat strategischer und alliierter Beziehungen zwischen Aserbaidschan und der Türkei.“
Der Minister führte den Erfolg des Projekts auf die Führungsstärke und die staatlichen Unternehmen beider Länder zurück und hob die Zusammenarbeit zwischen türkischen und aserbaidschanischen Unternehmen hervor. Auch Katars Unterstützung wurde anerkannt – ohne den politischen Willen und die gemeinsame Anstrengung aller beteiligten Länder wäre das Projekt nicht möglich gewesen.
„Solche Projekte gehen über nationale Interessen hinaus. Sie tragen zur regionalen Stabilität und Sicherheit bei“, fügte Jabbarov hinzu.
Jabbarov lobte zudem den wachsenden internationalen Ruf des staatlichen aserbaidschanischen Ölkonzerns SOCAR und betonte, dass dessen Einfluss die steigende Bedeutung Aserbaidschans auf dem globalen Energiemarkt unterstreiche.
Zur möglichen internationalen Unterstützung für Syriens Wiederaufbau sagte Jabbarov: „Wir handeln eigenständig, sind aber offen für jede Hilfe von Ländern, die zur Erholung der Region beitragen möchten.“
