In der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku hat heute die 67. Generalversammlung der Internationalen Richtervereinigung (IAJ) begonnen – eines der renommiertesten Ereignisse der weltweiten Justizgemeinschaft.
Wie APA berichtet, nahmen an der Eröffnungszeremonie rund 300 Delegierte aus 71 Ländern teil, darunter Richter, Anwälte, Vertreter internationaler Organisationen und Rechtsexperten.
Die Versammlung dauert vom 12. bis 17. Oktober. Auf dem Programm stehen Wahlen zu den Leitungsorganen, Diskussionen über aktuelle Entwicklungen in den Justizsystemen und der Austausch internationaler Erfahrungen.
Besonderes Augenmerk gilt dem Justizsystem Aserbaidschans, das in den vergangenen Jahren durch umfassende Reformen die Rechtsstaatlichkeit und die Unabhängigkeit der Justiz gestärkt hat.
Ein Höhepunkt wird die internationale Konferenz am 14. Oktober sein, die unter dem Thema „Beziehungen der Justiz zu anderen Staatsgewalten“ steht. Dabei wird die Rolle der Gerichte bei der Wahrung von Gerechtigkeit, Menschenrechten und institutioneller Stabilität erörtert.
Darüber hinaus werden während der Versammlung der Präsident der IAJ gewählt und die Ausstellung Symbole der Justiz eröffnet, in der Roben, Orden, Siegel und Abzeichen von Richtern, Staatsanwälten und Anwälten aus 80 Ländern gezeigt werden.
Die 1953 gegründete Internationale Richtervereinigung setzt sich weltweit für die Unabhängigkeit der Justiz ein und vereint heute Richterverbände aus 93 Staaten.
Die Entscheidung, die Generalversammlung in Baku abzuhalten, wurde im vergangenen Jahr in Kapstadt (Südafrika) durch eine geheime Abstimmung getroffen – ein Zeichen der internationalen Anerkennung Aserbaidschans.
Präsident Ilham Alijew richtete eine Botschaft an die Teilnehmer der Veranstaltung, die vom Vorsitzenden des Aserbaidschanischen Richterverbands, Ramiz Rzajew, verlesen wurde.
