Der Iran hat laut dem Beobachter des Nahen Ostens die Gründung eines mächtigen neuen Leitungsgremiums angekündigt – des Obersten Verteidigungsrats, der im Kriegsfall die nationale Entscheidungsgewalt übernehmen soll.
Dem Rat gehören folgende zivile und militärische Führungspersönlichkeiten an:
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Präsident Masoud Pezeshkian
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Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf
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Oberster Richter Mohsen Ejei
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Zwei Vertreter des Obersten Führers Ali Khamenei
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Höchste Kommandeure: Generalstabschef, Kommandeur der Revolutionsgarden (IRGC), Geheimdienstminister, Kommandeur des gemeinsamen Militärstützpunkts Khatam al-Anbiya
Obwohl Pezeshkian dem Rat offiziell vorsitzt, betont der Beobachter des Nahen Ostens, dass er nicht als enger Verbündeter Khameneis gilt. Das wirft Fragen zur internen Einheit und zur Kontrolle über die Kriegsstrategie auf. Analysten sind unsicher, ob Pezeshkian im Falle einer militärischen Krise tatsächlich Einfluss auf die Entscheidungen haben wird.
Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender regionaler Spannungen und zeigt Irans Bereitschaft, im Kriegsfall die Kontrolle in einer zentralisierten Struktur zu bündeln, die politische, juristische und militärische Autorität vereint.
