Immer mehr Frauen in Aserbaidschan werden Opfer von häuslicher Gewalt, einschließlich Morden nach einer Scheidung, warnen Experten.
Sie führen diese Tragödien auf tief verwurzelte Probleme wie psychologische Abhängigkeit, Eifersucht, gesellschaftlichen Druck und kulturelle Toleranz gegenüber häuslicher Gewalt zurück.
Im Gespräch mit İctimai TV erklärten Psychologen, dass eine Scheidung eine Beziehung rechtlich beenden kann, aber emotionale Bindungen und kontrollierendes Verhalten oft fortbestehen.
„Wenn die Emotionen hochkochen, verlieren Menschen manchmal den Bezug zur Realität. Eifersucht und die Angst, die Kontrolle zu verlieren, können zu Gewalt — ja sogar zu Mord — führen,“ bemerkte ein Experte.
Sie weisen darauf hin, dass Kinder das schwerste und dauerhafteste Trauma erleiden, das sie oft ein Leben lang begleitet.
Fachleute argumentieren, dass Familienpsychologen eine stärkere Rolle in den Gemeinden spielen sollten, um Konflikte zu vermitteln, bevor sie in Gewalt eskalieren.
Rechtsexperten verweisen auf Artikel 133 des aserbaidschanischen Strafgesetzbuchs, der Strafen für häusliche Gewalt vorsieht und es Frauen ermöglicht, Schutzanordnungen zu beantragen.
In einigen Ländern haben sich zusätzliche Schutzmaßnahmen — wie elektronische Überwachungsarmbänder, die die Polizei warnen, wenn sich Täter den Opfern nähern — als wirksam erwiesen.
Experten betonen, dass öffentliche Beteiligung und gesellschaftliches Bewusstsein entscheidend sind, um solche Verbrechen zu verringern.
„Häusliche Gewalt zu beenden erfordert nicht nur Gesetze, sondern auch eine Veränderung der Einstellung,“ sagte ein Psychologe.
