Die Türkei baut ihre Präsenz in der aserbaidschanischen Verteidigungsindustrie aus, da ein weiteres türkisches Rüstungsunternehmen im Land den Betrieb aufnimmt.
Laut dem Staatlichen Steuerdienst des Wirtschaftsministeriums wurde die „Makine ve Kimya Azerbaijan“ LLC offiziell registriert und wird in Kürze die Produktion aufnehmen.
Dieser Schritt markiert eine weitere Vertiefung der bilateralen Verteidigungszusammenarbeit, die seit dem Karabach-Krieg 2020 stark zugenommen hat. Türkische Verteidigungsunternehmen sind bereits an gemeinsamen Projekten in den Bereichen Drohnen, Munition und Wartungssysteme beteiligt, und die neue Anlage soll die lokale Produktionskapazität stärken.
Der Ökonom Khalid Karimli sagte gegenüber Sfera.az, dass fast alle modernen Staaten versuchen, ihre eigene Verteidigungsproduktion zu entwickeln, aber nur wenige dies erfolgreich schaffen.
„Früher verkauften sie uns Drohnen zu normalen Marktpreisen – sie mussten das nicht tun. Solche Hightech-Produkte werden nur zwischen Verbündeten geteilt. Lokale Produktion bedeutet, dass wir diese Güter später exportieren, Arbeitsplätze schaffen und Devisen einbringen können. Am wichtigsten ist, dass Aserbaidschan so Zugang zu moderner Waffentechnologie zu günstigeren Preisen erhält“, erklärte er.
Karimli fügte hinzu, dass die Ausweitung des Verteidigungssektors auch breitere wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt.
„Es geht nicht nur um militärische Bedürfnisse oder Einnahmen. Der Aufbau dieser Industrie trägt zur Entwicklung lokaler Fachkenntnisse bei, fördert das Wachstum in verwandten Bereichen und schafft neue Chancen in den Regionen. Die Arbeiter gewinnen an Wissen, und unterstützende Industrien entstehen rundherum.“
Der Start von Makine ve Kimya Azerbaijan stärkt die strategische Verteidigungspartnerschaft zwischen Baku und Ankara, indem er die technologische Erfahrung der Türkei mit der wachsenden industriellen Basis Aserbaidschans verbindet.
