In Bussen kann Erste Hilfe bei Notfällen über Leben und Tod entscheiden. Laut Gesetz muss jedes Fahrzeug im öffentlichen Verkehr ein Erste-Hilfe-Set an Bord haben.
Doch wird diese Vorschrift wirklich eingehalten?
Untersuchungen zeigen ein besorgniserregendes Bild: Viele Fahrzeuge haben keine Erste-Hilfe-Ausrüstung oder sie ist unvollständig. Das ist nicht nur ein Gesetzesverstoß, sondern auch eine Gefahr für das Leben der Fahrgäste.
Ein regelmäßiger Fahrgast sagte: „In einem Bus kann jederzeit etwas passieren – man muss vorbereitet sein.“
Nach Angaben der Hauptdirektion der Straßenpolizei wird das Thema durch das Straßenverkehrsgesetz geregelt. Laut Artikel 356 des Gesetzbuches über Verwaltungsverstöße droht dem Fahrer eine Geldstrafe von 10 Manat, wenn kein Erste-Hilfe-Set vorhanden ist.
Hauptinspektor Elvin Hadschijew betonte: „Jedes Fahrzeug muss ein Erste-Hilfe-Set haben. Fehlt es, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Leider sehen wir häufig Unfälle – schnelle Hilfe kann Leben retten.“
Verkehrsexperte Samuran Samedbejli sieht die Verantwortung vor allem bei den Transportunternehmen:
„Nach dem Gesetz sind Erste-Hilfe-Kasten, Feuerlöscher und Warndreieck Pflicht. Doch häufig bleibt das bloße Formalität. Hauptgrund sind mangelnde Kontrolle und Verantwortung. Wenn es um Menschenleben geht, müssen Unternehmen strenger überwachen.“
