In den letzten Monaten wird in Aserbaidschan intensiv über die Einführung von privaten Rentenfonds diskutiert. Dieses neue System soll Bürgern ermöglichen, ihre Altersvorsorge individuell aufzubauen und eine zusätzliche finanzielle Sicherheit zu schaffen.
Laut Vugar Bayramov, Mitglied des Wirtschaftsausschusses des Parlaments, eröffnen private Fonds völlig neue Perspektiven für langfristiges Sparen.
„Der größte Vorteil besteht darin, dass Bürger im Rentenalter gleichzeitig Zahlungen aus dem staatlichen Rentenfonds und dem privaten Fonds erhalten können“, erklärte Bayramov.
Beispiel: Wer 60.000 Manat angespart hat, darf 20.000 davon schon vor dem 65. Lebensjahr nutzen.
Ein besonderes Merkmal: Familienmitglieder können im Namen ihrer Angehörigen einzahlen – Kinder können also für die Rente ihrer Eltern sparen.
Bayramov rechnete vor:
„Wer monatlich 100 Manat von einem 1.000-Manat-Gehalt einzahlt, spart 1.200 pro Jahr. Nach 30 Jahren ergibt das 36.000 Manat. Dieses Geld kann man vorzeitig teilweise entnehmen oder komplett bis zur Rente behalten.“
Mit der Einführung der privaten Rentenfonds, die im nächsten Jahr erwartet wird, sollen auch gesetzliche Anpassungen erfolgen.
