In mehreren Regionen Aserbaidschans – darunter Agdschabedi, Dschalilabad, Gakh und Towus – wurde ein schwerer Ausbruch der Maul- und Klauenseuche, einer hochansteckenden Viruserkrankung, gemeldet. Betroffene Tiere zeigen Fieber, Appetitverlust und starke Speichelbildung.
Fleischverkäufer in Baku berichten von einem deutlichen Nachfragerückgang, obwohl sie über offizielle Qualitätssiegel verfügen.
„Die Menschen sind verängstigt und kaufen kein Fleisch, obwohl wir alle Sicherheitszertifikate haben“, so die Verkäufer.
Der Ernährungsexperte Seymur Gafarov betont, dass alle Lebensmittel von Kontrollbehörden geprüft werden, bevor sie in den Handel kommen. Ein gewöhnlicher Verbraucher könne jedoch nicht mit bloßem Auge erkennen, ob ein Tier infiziert war.
„Nur Laboruntersuchungen können die Krankheit zuverlässig bestätigen“, erklärt er.
Tierärztin Cansu Mammadova erklärt, dass Fachleute manchmal bestimmte typische Anzeichen erkennen können, etwa metallischen Geruch oder Blutergüsse im Fleisch, die auf eine Infektion hinweisen.
Der Medizinexperte Adil Aliyev warnt vor dem Verzehr von Fleisch kranker Tiere, da dies Gesundheitsrisiken birgt.
„Die Symptome können Fieber und Schleimhautentzündungen umfassen. Zwar ist es selten tödlich, aber es schwächt das Immunsystem“, sagte Aliyev.
Die Lebensmittelsicherheitsagentur Aserbaidschans versichert, dass alle tierischen Produkte streng veterinärmedizinisch kontrolliert werden. Nur Fleisch aus gesunden, zertifizierten Betrieben darf verkauft werden.
