Der Chef der aserbaidschanischen Diaspora in Jekaterinburg, Schahin Schichlinski, wurde vom Basmanny-Gericht in Moskau in Abwesenheit festgenommen, nachdem er zur Fahndung ausgeschrieben worden war.
Das berichtet e1.ru.
Schichlinski hielt sich einige Zeit auf dem Gelände der aserbaidschanischen Botschaft in Moskau auf, wo russische Sicherheitskräfte keinen Zugang hatten. Nach diplomatischen Verhandlungen verließ er die Botschaft, stellte sich den Behörden und wurde nach Jekaterinburg gebracht, wo er an Ermittlungsmaßnahmen teilnahm und in Untersuchungshaft kam.
Laut vorläufigen Informationen wird dem Chef der Ural-Diaspora die Beteiligung an einem Mordversuch auf Fehruz Shirinov (Art. 30, 105 StGB RF) sowie Gewalt gegen einen Vertreter der Staatsgewalt (Art. 318 StGB RF) vorgeworfen.
Schichlinskis Anwalt sagte e1.ru, dass sein Mandant auf seine Unschuld bestehe und gegen die Festnahme Beschwerde einlegen werde. Das Basmanny-Gericht reagierte nicht umgehend auf Anfragen der Redaktion.
Der Mordversuch an Fehruz Shirinov ereignete sich 2010, einige Jahre nach der Ermordung von Yunus Paschaev. Shirinov hatte jedoch Glück—die Waffe des Täters versagte. Laut Ermittlungen war der Täter ein anderer Aserbaidschaner, Elman Suleymanov (bereits eines natürlichen Todes verstorben), der angeblich vor seinem Tod den Auftraggeber nannte.
Zuvor war in Jekaterinburg auch Schichlinskis Sohn Mutvali verhaftet worden. Er bleibt zwei Monate in Untersuchungshaft. Er wurde am 15. Juli wegen Gewaltanwendung gegen einen Staatsvertreter festgenommen.
Grund war ein Vorfall am 1. Juli vor dem „Baku Plaza“. Damals versuchten Sicherheitskräfte, den Diaspora-Chef Schichlinski aufzuhalten, der mit seinem Sohn unterwegs war. Als die Scheiben des Mercedes Gelandewagen eingeschlagen wurden, fuhr Mutvali, der am Steuer saß, rückwärts und verletzte dabei ein Mitglied der Spezialeinheit.
