In Aserbaidschan wurden mehrere Verantwortliche von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) strafrechtlich verfolgt, weil sie ohne Genehmigung Orden und Medaillen hergestellt und verliehen haben.
Dies teilte die Pressestelle der Generalstaatsanwaltschaft mit.
Die Antikorruptionsabteilung der Behörde hat ein Strafverfahren eingeleitet und ermittelt wegen der illegalen Stiftung und Vergabe verschiedener Auszeichnungen durch mehrere NGOs, die im Land tätig sind.
Im Verlauf der Ermittlungen ergaben sich begründete Verdachtsmomente auf Amtsmissbrauch durch Vertreter verschiedener Organisationen, darunter die „Union der Invaliden, Veteranen des Karabach-Krieges und Familien der Märtyrer Aserbaidschans“, die „Union der Veteranen des Vaterländischen Krieges“, die „Organisation zum Schutz von Märtyrerfamilien, Behinderten und Kriegsveteranen“, die „Organisation der Kriegsveteranen, Arbeiter und Streitkräfte der Republik Aserbaidschan“, „Fürsorge für Karabach-Behinderte“, das Zentrum für Stabilität und Entwicklung, der Fonds Internationaler Militärbehinderter und die Dede-Gorgud-Stiftung.
Bei Durchsuchungen wurden 1.518 Orden und Medaillen, 777 Ausweise, Aufzeichnungen über die Verleihung an 8.069 Personen sowie weitere Beweismittel sichergestellt.
Auf Grundlage der Beweise wurden Anklagen nach Artikel 309.1 des Strafgesetzbuches der Republik Aserbaidschan (Amtsmissbrauch) gegen Sayyaf Orudzhev, Vorsitzender des Fonds Internationaler Militärbehinderter, Mehti Mehtiyev, Vorsitzender der Union der Karabach-Kriegsveteranen und Märtyrerfamilien, und Fizuli Rzaguliyev, Vorsitzender der Union der Veteranen des Vaterländischen Krieges, erhoben.
Die Ermittlungen dauern an. Nach Abschluss des Verfahrens werden zusätzliche Informationen veröffentlicht.
