Die Beziehungen Aserbaidschans zu China haben in den letzten zwei Jahren „ein qualitativ neues Niveau“ erreicht, sagte Präsident Ilham Aliyev am Montag auf dem SOZ-Plus-Gipfel in Tianjin. Zusammen mit Führern aus mehr als 20 Ländern sprach Aliyev von der Unterzeichnung einer strategischen Partnerschaftserklärung mit Peking Anfang dieses Jahres als einem „historischen Ereignis“, das ein neues Kapitel in den bilateralen Beziehungen aufschlug.
„Aserbaidschan und China pflegen warme, freundschaftliche Beziehungen und eine umfassende strategische Partnerschaft“, sagte Aliyev vor der Versammlung. „Die Stärkung dieser Beziehungen ist eine Schlüsselpriorität der aserbaidschanischen Außenpolitik.“
Unterstützung für Chinas Initiativen
Aliyev äußerte Unterstützung für Chinas Initiativen zu globaler Entwicklung, Sicherheit und Zivilisation sowie für Präsident Xi Jinpings Vorschlag zur globalen Governance. Er bezeichnete sie als rechtzeitige Schritte zur Verbesserung der internationalen Beziehungen „auf der Grundlage souveräner Gleichheit und Respekts für die UN-Charta und das Völkerrecht“.
Zuverlässiger Partner in Eurasien
Der Präsident betonte, dass Aserbaidschan zu einem verlässlichen regionalen Partner für China geworden sei, und verwies auf seinen Beitrag zu Frieden, Sicherheit sowie groß angelegten Wirtschafts-, Transport- und Energieprojekten. Er stellte fest, dass Aserbaidschan die Gürtel-und-Straßen-Initiative früh unterstützt habe und weiterhin wichtige Infrastrukturprojekte in ihrem Rahmen umsetze.
Aliyev hob die Rolle des Landes als Verkehrsknotenpunkt hervor:
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Ausbau des Hafens von Alat von 15 auf 25 Millionen Tonnen Jahreskapazität.
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Fast 90 % Wachstum im Frachtverkehr auf dem Mittleren Korridor seit 2022.
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Schnellere Transitzeiten entlang der Ost–West-Routen, die China und Zentralasien mit Europa verbinden.
Der Zangezur-Korridor im Fokus
Aliyev sagte, der geplante Zangezur-Korridor werde zu einem entscheidenden Segment sowohl des Mittleren Korridors als auch des Nord–Süd-Korridors und damit Frieden und multilaterale Zusammenarbeit stärken. Die Verbindung zwischen dem aserbaidschanischen Festland und seiner Autonomen Republik Nachitschewan werde, so fügte er hinzu, die Transitmöglichkeiten für internationale Fracht weiter ausweiten.
Breiterer Kontext
Das SOZ-Plus-Treffen in Tianjin brachte die Führer von mehr als 20 Staaten und Vertreter von 10 internationalen Organisationen zusammen. Aserbaidschan, das derzeit den Status eines Dialogpartners innehat, hat an den SOZ-Gipfeln in Samarkand (2022) und Astana (2024) teilgenommen.
