Das Ministerium für digitale Entwicklung und Verkehr Aserbaidschans hat neue Fahrpreise für den öffentlichen Nahverkehr in Metro und Bussen beschlossen. Ab dem 1. Oktober 2025 kostet eine Fahrt mit der Metro 60 Qapik. Der gleiche Mindesttarif gilt für städtische, vorstädtische und interurbane Buslinien, die den modernen Standards entsprechen und ausschließlich über bargeldlose Zahlungssysteme betrieben werden.
Das Ministerium betonte, dass diese Maßnahme Teil des „Staatlichen Programms zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Baku und den angrenzenden Gebieten 2025–2030“ sei. Dieses Programm umfasst den Ausbau des U-Bahn-Netzes, den Bau neuer Stationen, die Anschaffung moderner Waggons und Elektrobusse sowie die Entwicklung von Depots, Garagen, Energieversorgung und Ladestationen.
Busverkehr:
Private Unternehmen importieren weiterhin moderne Busse, die mit Strom oder komprimiertem Erdgas (CNG) betrieben werden. In Baku sollen bis Ende 2025 etwa 400 umweltfreundliche Busse im Einsatz sein. In Gandscha wurde der gesamte Fuhrpark erneuert: Ein neu eröffnetes Depot verfügt bereits über 244 moderne und komfortable Fahrzeuge, bis Ende des Jahres soll diese Zahl auf 280 steigen. In Sumgait und im Bezirk Abscheron wurden 85 neue Busse in Betrieb genommen. Nach Nachitschewan werden bis Jahresende 60 Elektrobusse geliefert.
Auch in den befreiten Gebieten wird der Einsatz von Elektrobussen vorbereitet. Im Rahmen des „Großen Rückkehrplans“ sollen die Städte Latschin, Xankendi, Cäbrayil und Ağdam vorrangig ausgestattet werden. Bis Ende 2026 ist die Einführung von insgesamt 162 Elektrobussen für Stadt- und Regionalstrecken sowie 19 weiteren Fahrzeugen für Überlandstrecken vorgesehen.
Metro:
Parallel dazu schreitet die Erweiterung des Metro-Netzes in Baku voran. Derzeit wird an der Planung von zehn neuen Stationen gearbeitet, die fristgerecht fertiggestellt werden sollen. Eine Station soll bereits 2026 in Betrieb gehen. Zudem wird der Wagenpark modernisiert: 65 neue Waggons wurden angeschafft, von denen 35 bereits auf den Linien eingesetzt werden. Die restlichen 30 sollen noch im laufenden Jahr in Betrieb genommen werden. Bis 2030 ist der Erwerb von weiteren 299 Waggons der neuesten Generation geplant.
Ziele der Tarifänderung:
Die Anpassung der Tarife soll die finanzielle Stabilität der Betreiber sichern, die Erneuerung des Fuhrparks beschleunigen, den Komfort für die Fahrgäste verbessern, den Umstieg auf umweltfreundliche Fahrzeuge fördern und die Transparenz im öffentlichen Verkehr erhöhen. Darüber hinaus schafft die Ausweitung bargeldloser Bezahlsysteme die Grundlage für die Einführung differenzierter Fahrpreise in der Zukunft.
