Aserbaidschan investierte 2,1 Milliarden US-Dollar in das Eurasische Transportgerüst

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Bis zum 1. Juli 2025 hat Aserbaidschan 2,1 Milliarden US-Dollar in den Ausbau des Eurasischen Transportgerüsts (ETG) investiert.

Laut der „Projektbeobachtungsstelle für Transportprojekte“ der Eurasischen Entwicklungsbank (EDB) werden in der Region insgesamt 325 Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 234 Milliarden US-Dollar umgesetzt oder sind geplant. Das Observatorium umfasst 13 Länder: Aserbaidschan, Armenien, Afghanistan, Belarus, Georgien, Iran, Kasachstan, Kirgisistan, Mongolei, Russland, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan.

Der Großteil der Projekte (über 51 %) entfällt auf den Straßenbausektor. Nach Investitionsvolumen befinden sich über 60 % der Projekte in der Realisierungsphase, 13 % in der Dokumentationsvorbereitung und 27 % in Diskussion oder Planung.

Die zentralasiatischen Länder bündeln mehr als 22 % aller Investitionen in das ETG: In der Region werden 90 Projekte im Wert von rund 53 Milliarden US-Dollar durchgeführt, wovon 44 % auf Kasachstan entfallen. Fast zwei Drittel dieser Mittel fließen in den Bau und die Modernisierung von Fernstraßen – ein klarer Hinweis auf den akuten Bedarf an Verkehrsinfrastruktur, um Handel und internationalen Transport zu fördern.

Die Verteilung der ETG-Investitionen in der eurasischen Region nach Ländern: Russland – 137,1 Mrd. US-Dollar, Kasachstan – 23,3 Mrd., Iran – 13,6 Mrd., Afghanistan – 12,5 Mrd., Kirgisistan – 12 Mrd., Mongolei – 8,5 Mrd., Usbekistan – 7,2 Mrd., Turkmenistan – 5,3 Mrd., Tadschikistan – 5 Mrd., Armenien – 4,7 Mrd., Georgien – 2,6 Mrd. und Belarus – 0,2 Mrd. US-Dollar.

Russland stellt sieben der zehn größten ETG-Projekte. Die Entwicklung des nordeurasischen Transportkorridors ist somit das kapitalintensivste Vorhaben – mit einem Bedarf von 78 Mrd. US-Dollar, was ein Drittel aller ETG-Investitionen entspricht.

Die Top-10-Projekte in Zentralasien vereinen 58 % aller Investitionen in das ETG der Region. Darunter: die Bahnstrecke China–Kirgisistan–Usbekistan (4,7 Mrd. US-Dollar), die Schnellstraße Taschkent–Andijan (4,3 Mrd.), die Eisenbahn Balyschy–Kotschkor–Kara-Ketsche–Makmal–Dschalalabat (4,1 Mrd.), die Nord-Süd-Bahn in Tadschikistan (3,9 Mrd.) und andere.

Die EDB betont, dass die Priorisierung von Projekten gerade bei knappen Investitionsmitteln entscheidend ist. In Ländern mit niedrigem BIP wie Afghanistan, Tadschikistan, Kirgisistan, der Mongolei und Armenien sind die Ausgaben für Verkehrsinfrastruktur besonders hoch im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung.

Von allen Projekten sehen 113 die Beteiligung des Privatsektors vor, fast die Hälfte davon im Bereich Logistik und Lagerinfrastruktur. Rund 17 Projekte werden bereits als oder könnten als öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) umgesetzt werden – darunter zwei grenzüberschreitende: der Bahn-Korridor China–Kirgisistan–Usbekistan und der Transafghanische Bahnkorridor, so die EDB.

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