Ein kurzes Video des Magazins The Economist hebt Aserbaidschan—einen säkularen, mehrheitlich muslimischen Staat—als einen der engsten Partner Israels in der islamischen Welt hervor.
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Aus diesen Gründen ist diese Beziehung strategisch und diplomatisch bedeutsam:
Historische diplomatische Beziehungen
Aserbaidschan und Israel nahmen 1992, kurz nach Aserbaidschans Unabhängigkeit, diplomatische Beziehungen auf.
Aserbaidschan ist eines der wenigen muslimisch geprägten Länder, das stabile diplomatische, sicherheitspolitische und wirtschaftliche Beziehungen zu Israel unterhält.
Strategische Zusammenarbeit
Aserbaidschan ist für Israel ein zentraler Energielieferant und deckte zeitweise bis zu 60% des israelischen Ölbedarfs.
Auch bei Verteidigung und Geheimdienst kooperieren beide Länder eng: Israel liefert Aserbaidschan moderne Militärtechnik und Drohnensysteme.
Besondere Positionierung
Im Gegensatz zu vielen anderen muslimischen Ländern hat Aserbaidschan auch während des Gaza-Konflikts die strategische Kooperation mit Israel fortgesetzt und damit eine eigenständige Außenpolitik demonstriert.
Viele Analysten sehen Aserbaidschan sogar als den am stärksten mit Israel verbundenen muslimischen Staat—noch vor den Unterzeichnern der Abraham-Abkommen.
Mögliche Ausweitung der Abraham-Abkommen
Berichten zufolge prüfte die Trump-Regierung eine Ausweitung der Abraham-Abkommen auf Aserbaidschan, da das Land als westlich orientiert gilt.
Warum diese enge Partnerschaft zählt
Aserbaidschans einzigartige geopolitische Lage—direkt an der Grenze zum Iran, im Kaukasus und an zentralen Ost-West-Korridoren—macht das Land besonders wichtig. Die säkulare Regierung, innere Stabilität und die Fähigkeit, Beziehungen zu Regionalmächten wie Türkei und Israel auszubalancieren, machen Aserbaidschan zu einem ungewöhnlichen, aber entscheidenden Partner.
Fazit
Das Video von The Economist rückt ein lange bestehendes, aber oft unterschätztes Bündnis ins Licht: Aserbaidschan ist Israels engster und verlässlichster Partner in der muslimischen Welt—getragen von gemeinsamen strategischen Interessen, dauerhafter wirtschaftlicher und militärischer Kooperation und belastbaren bilateralen Beziehungen.
