Die Metzger in der Hauptstadt stehen vor einem ernsten Problem – es gibt nicht genug lokales Schlachtvieh. Kunden bevorzugen traditionell Fleisch von einheimischen Tieren, doch in letzter Zeit ist es in den Regionen fast unmöglich geworden, Vieh für die Schlachtung zu finden.
„Es ist schwer, Vieh zu bekommen, und wenn doch, sind die Preise astronomisch. Früher habe ich 5–6 Tiere pro Woche geschlachtet, jetzt nur noch drei. Das führt zu Verlusten. Viele Fleischläden müssen schließen“, klagt ein Metzger.
Auch Kollegen in Şəki berichten, dass sie kein Schlachtvieh finden. Früher wandten sich die Landwirte direkt an die Metzger, heute müssen diese selbst die Dörfer abfahren. Steigende Preise für Lebendvieh und zusätzliche Transportkosten lassen die Fleischpreise in den Geschäften steigen. Viehhalter aus Tovuz bestätigen ebenfalls, dass es nicht genügend Tiere in der Region gibt.
Nach Ansicht des Experten Khalid Kerimli sind Fördermaßnahmen notwendig, um die lokale Fleischproduktion zu erhöhen.
