Am 2. August beginnt der Export von aserbaidschanischem Erdgas nach Syrien über das türkische Territorium. Aus diesem Anlass findet in der türkischen Stadt Kilis eine offizielle Veranstaltung statt.
Die neue Exportroute ist von großer Bedeutung für die Ausweitung der Energiekooperation zwischen Aserbaidschan und Syrien sowie für die stärkere Präsenz Aserbaidschans im Nahen Osten. Das Projekt gilt zudem als ein weiterer erfolgreicher Beweis für die Politik Aserbaidschans zur geografischen Diversifizierung der Energieexporte.
Zur Erinnerung: Im Juli dieses Jahres besuchte der amtierende syrische Präsident Ahmed al-Sharaa Aserbaidschan zu einem offiziellen Besuch. Zuvor hatte er sich im Rahmen des Antalya Diplomatie-Forums mit Präsident Ilham Alijew getroffen. Bei den Treffen erklärte die aserbaidschanische Seite ihre Bereitschaft, zum Wiederaufbau und zur Entwicklung Syriens in der Nachkriegszeit beizutragen.
Eine Delegation unter der Leitung von Vizepremier Samir Scharifow sowie Vertreter des Außenministeriums reisten auf Anweisung von Präsident Ilham Alijew nach Syrien und diskutierten dort Möglichkeiten der wirtschaftlichen Unterstützung durch Aserbaidschan.
Der Export von aserbaidschanischem Gas auf den syrischen Markt wird als neue Richtung der Zusammenarbeit angesehen.
Derzeit exportiert Aserbaidschan Gas in 12 Länder, hauptsächlich nach Europa. Der Export in den Nahen Osten ist ein neuer Abschnitt in der Energie-Strategie des Landes. Zudem könnte Syrien in Zukunft nicht nur Importeur, sondern auch Transitland werden.
