Ein starker Anstieg von Gewalt und Messerangriffen unter Schülern hat in ganz Aserbaidschan Besorgnis ausgelöst.
Parlamentsabgeordneter Jeyhun Mammadov erklärte in einem Interview mit Qaynarinfo, dass die Verantwortung für solche Vorfälle sowohl bei den Familien als auch bei den Schulen liege, und forderte eine stärkere nationale Politik für moralische und verhaltensorientierte Erziehung.
Laut Mammadov beginnt die Hauptverantwortung zu Hause.
„Eltern müssen ihren Kindern eine angemessene moralische und ethische Erziehung vermitteln“, sagte er. „Das ist der erste und entscheidende Faktor.“
Er fügte jedoch hinzu, dass Schulen eine bedeutende Rolle bei der Formung des Charakters und des Verhaltens der Schüler spielen.
„Schulen müssen ihre Rolle in der moralischen Bildung auf die höchste Ebene heben. Lehrer sollten das Verhalten, die Disziplin und die Werte der Schüler genau beobachten“, erklärte der Abgeordnete.
Mammadov betonte, dass der Anstieg solcher Gewalttaten alarmierend sei und nicht nur disziplinarische Maßnahmen, sondern auch eine systematische pädagogische Antwort erfordere.
„Diese Fälle geben ernsthaften Anlass zur Sorge. Wir müssen uns auf Präventionsarbeit konzentrieren – den Schülern Respekt, Empathie und gesellschaftliches Bewusstsein vermitteln, damit sich solche Ereignisse nicht wiederholen“, sagte er.
Die Äußerungen des Abgeordneten spiegeln die wachsende Debatte in Aserbaidschan über Jugendaggression, Online-Einflüsse und den Verfall traditioneller Verhaltensnormen wider – eine Diskussion, die Pädagogen und Gesetzgeber nun dazu drängt, das Gleichgewicht zwischen akademischer Ausbildung und moralischer Erziehung in den Schulen des Landes neu zu überdenken.
