Berichte in russischen Medien über den Fund gefährlicher chemischer Rückstände in mehreren Teeprodukten haben in Aserbaidschan Besorgnis ausgelöst.
Die Aserbaidschanische Lebensmittelsicherheitsbehörde (AFSA) bestätigte gegenüber Oxu.Az, dass Proben von in das Land importierten Greenfield- und Tess-Tees entnommen und zur Laboranalyse geschickt wurden. Die Behörde betonte, dass die Inspektionen risikobasiert durchgeführt werden und die Untersuchungen andauern. Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit mitgeteilt, sobald sie vorliegen. Unterdessen hat Russlands Rospotrebnadzor Berichten zufolge in den letzten acht Monaten mehr als 111 Tonnen kontaminierten Tee aus dem Verkehr gezogen. Zu den genannten Marken gehören Tess, Greenfield und Zolotaya Chasha.
Gesundheitsexperten warnen, dass zwar die Wahrscheinlichkeit, auf gefährliche Produkte zu stoßen, gering sein mag, die Gesundheitsrisiken jedoch erheblich sind. Pestizide können das Nervensystem schädigen, Gedächtnis und Konzentration schwächen, allergische Reaktionen auslösen und in schweren Fällen zur Entstehung von Krebs beitragen. Symptome einer akuten Vergiftung reichen von Übelkeit und Kopfschmerzen bis hin zu Bewusstseinsverlust.
Der Teehersteller Orimi Group, der Greenfield, Tess, Princessa Nuri, Princessa Yava und weitere Marken produziert, wies die Vorwürfe zurück. Die Unternehmenskommunikationsdirektorin Maria Drabova erklärte gegenüber Oxu.Az, dass im Jahr 2025 keine Fälle von übermäßigen Pestizidrückständen in Orimi-Produkten auf dem russischen Markt festgestellt worden seien.
Sie fügte hinzu, dass gemäß den Vorschriften der Eurasischen Wirtschaftsunion und Russlands alle Rohstoffe und Fertigprodukte obligatorischen Pestizidkontrollen unterzogen werden. Orimi führt zudem unabhängige, stichprobenartige Labortests an Teelieferungen durch.
Derzeit warten die aserbaidschanischen Verbraucher auf die Testergebnisse der AFSA, die zeigen werden, ob die verdächtigen Produkte den nationalen Sicherheitsstandards entsprechen.
