Das 19. Außenministertreffen der Mitgliedstaaten der Bewegung der Blockfreien Staaten (NAM) fand am 15. und 16. Oktober in Kampala (Uganda) statt.
Wie die Pressestelle des aserbaidschanischen Außenministeriums mitteilte, diskutierten die Teilnehmer über die Stärkung von internationalem Frieden und Sicherheit, die Förderung nachhaltiger Entwicklung, die institutionelle Kapazität der Bewegung, die Lage im Nahen Osten sowie weitere aktuelle Themen. Aserbaidschan wurde durch eine Delegation unter der Leitung des stellvertretenden Außenministers Samir Sharifov vertreten.
In seiner Eröffnungsrede sprach Sharifov über die Initiativen, die Aserbaidschan während seines Vorsitzes in der NAM umgesetzt hatte, und hob den Beitrag zur institutionellen Entwicklung der Organisation sowie die Bedeutung der Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten hervor. Zudem informierte er über Fortschritte bei der Normalisierung der Beziehungen zwischen Baku und Eriwan sowie über umfangreiche Wiederaufbauarbeiten in den befreiten Gebieten.
Als Mitglied der NAM-Troika und ehemaliger Vorsitzender nahm Aserbaidschan auch an der Sitzung des Ministerausschusses für Palästina teil. Sharifov erinnerte an die Teilnahme von Präsident Ilham Alijew am Friedensgipfel für den Nahen Osten am 13. Oktober in Scharm asch-Schaich und betonte, dass Aserbaidschan eines der wenigen eingeladenen NAM-Länder war. Er unterstrich die Bedeutung eines Friedens im Nahen Osten auf Grundlage der Zwei-Staaten-Lösung und stellte humanitäre Initiativen Bakus in der Region vor.
Am Rande des Treffens fanden bilaterale Gespräche statt, in deren Rahmen zwei Abkommen unterzeichnet wurden: eines zwischen Aserbaidschan und Uganda über die gegenseitige Visumbefreiung für Inhaber diplomatischer und dienstlicher Pässe und ein weiteres zwischen Aserbaidschan und Somalia für Inhaber diplomatischer Pässe. Diese Vereinbarungen sollen die bilateralen Beziehungen Aserbaidschans zu afrikanischen Ländern stärken, gegenseitige Besuche erleichtern und diplomatische Verbindungen ausbauen.
