Das System der obligatorischen Krankenversicherung (OKV) Aserbaidschans wird im nächsten Jahr erheblich erweitert, wobei Hunderte neuer medizinischer Leistungen in das staatlich finanzierte Paket aufgenommen werden.
Das aktuelle Programm des Landes deckt bereits 3.315 Leistungen ab, darunter Herzchirurgie, Neurochirurgie und Organtransplantationen wie Leber, Niere und Knochenmark. Ab 2026 wird der Umfang jedoch weiter ausgedehnt, so die Staatliche Agentur für Pflichtkrankenversicherung. Das aktualisierte Paket wird umfassen:
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zusätzliche kardiovaskuläre Verfahren;
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eine erweiterte Palette neurochirurgischer Operationen;
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neue allgemeinchirurgische Leistungen;
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komplexe urologische Eingriffe;
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augenärztliche Operationen;
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Traumaversorgung;
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ein breiteres Spektrum an Labortests.
Besonderer Schwerpunkt wird auf Hightech-Eingriffe gelegt, von minimalinvasiven Gefäßoperationen bis hin zu fortschrittlichen Verfahren am Gehirn, an Bauchorganen und Augen.
Eine der bedeutendsten politischen Veränderungen wird die schrittweise Aufnahme verschreibungspflichtiger Medikamente in die staatliche Deckung sein. Die Einführung beginnt mit Medikamenten gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In späteren Phasen wird die Liste auf Behandlungen für Verdauungs- und Atemwegserkrankungen ausgeweitet.
Gesundheitsbeamte sagen, die Reformen seien ein wichtiger Schritt zur Erweiterung des Zugangs und zur Modernisierung des öffentlichen Gesundheitssystems des Landes, wodurch es europäischen Standards nähergebracht werde.
