Der wachsende Druck auf Aserbaidschaner in Russland muss sowohl als Islamophobie als auch als ethnische Diskriminierung anerkannt werden, erklärte der aserbaidschanische Abgeordnete Ceyhun Mammadov gegenüber Oxu.Az.
„Die Situation hat keine andere Bezeichnung. Chauvinismus, Islamophobie und nationale Diskriminierung nehmen in Russland zu. Das sehen wir besonders an den Maßnahmen gegen Muslime und muslimische Migranten“, sagte er.
Mammadov betonte, dass der aserbaidschanische Staat die sozialen und rechtlichen Probleme seiner Bürger in Russland genau verfolge:
„Die Regierung ergreift Maßnahmen, um den Prozess zu regulieren. Auch die Diaspora-Organisationen beobachten die Lage aufmerksam. Was wir sehen, ist die Verhängung von Einschränkungen gegenüber Aserbaidschanern und die Schaffung von Hindernissen in ihrem Alltag.“
Der Abgeordnete äußerte sich auch zum jüngsten Treffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump und erklärte, es sei verfrüht, dies als Sieg oder Niederlage für eine Seite zu bewerten.
„Trotz Kritik war ein solches Treffen notwendig. Fragen müssen diskutiert, analysiert und gelöst werden. Während seines Wahlkampfes versprach Trump, den Russland–Ukraine-Krieg zu beenden, und nun versucht er, in diese Richtung Fortschritte zu erzielen. Er möchte den Friedensnobelpreis gewinnen, und deshalb setzt er alles daran, den Krieg zu beenden. In gewisser Weise sollte das anerkannt werden“, so Mammadov.
Seiner Ansicht nach bleibt der Dialog unverzichtbar:
„Konflikte können nicht allein durch Drohungen und Embargos gelöst werden. Verhandlungen sind der einzige gangbare Weg.“
