Aserbaidschans Abhängigkeit von importierten Milchfetten ist in diesem Jahr gestiegen, allein die Butterimporte überschritten in sieben Monaten 113 Millionen US-Dollar, so neue Daten des Staatlichen Zollkomitees.
Von Januar bis Juli importierte Aserbaidschan 16.633 Tonnen Butter und Milchfette, ein Plus von 3,6 % gegenüber dem Vorjahr, mit einem Zollwert von 113,6 Mio. US-Dollar — ein deutlicher Anstieg der Ausgaben um 33,2 %. Diese Importe machen inzwischen 0,83 % des gesamten Außenhandels aus, verglichen mit 0,79 % im Vorjahr.
Der Anstieg erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Inlandsproduktion. Laut Staatlichem Statistikkomitee im gleichen Zeitraum:
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Butterproduktion sank um 6,4 % auf 15.568 Tonnen.
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Pflanzenölproduktion fiel um 10,4 % auf 22.493 Tonnen.
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Margarineproduktion sank um 8,7 % auf 27.319 Tonnen.
Zum 1. August lagen die landesweiten Buttervorräte nur bei 198 Tonnen, verglichen mit über 3.000 Tonnen Margarine und Pflanzenölen.
Auch bei anderen Fetten und Ölen gab es gemischte Trends. Aserbaidschan importierte 88.589 Tonnen im Wert von 137,1 Mio. US-Dollar, was einem Rückgang von 11,7 % im Volumen, aber einem Anstieg von 14,4 % bei den Kosten entspricht — Ausdruck gestiegener Weltmarktpreise.
Die Exporte blieben bescheiden: 10.569 Tonnen im Wert von 14,1 Mio. US-Dollar, ein Rückgang von 11,1 % beim Wert trotz eines Anstiegs des Volumens um 8 %.
Analysten sehen in den Zahlen eine wachsende Abhängigkeit Aserbaidschans von ausländischen Milchfetten und Ölen, während die heimische Produktion weiter schrumpft. Die steigenden Importkosten könnten den Druck auf die Verbraucherpreise im Lebensmittelmarkt verstärken.
