Die erwartete Zunahme der Lebenserwartung in Aserbaidschan stellt eine ernsthafte Herausforderung für das Rentensystem des Landes dar.
Dies geht aus dem Bericht „Mittelfristiger Haushaltsrahmen 2026–2029“ hervor, den das Finanzministerium veröffentlicht hat.
Darin wird betont, dass trotz positiver demografischer Entwicklungen die Alterung der Bevölkerung und der Rückgang des Anteils der Erwerbsbevölkerung langfristig die finanzielle Stabilität des staatlichen Rentensystems beeinträchtigen könnten.
Derzeit befinden sich 69,7 % der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (15–65 Jahre), während 9,1 % 65 Jahre oder älter sind.
Die durchschnittliche Lebenserwartung, die 2024 bei 74,6 Jahren lag, wird Prognosen zufolge bis 2050 auf 78,6 Jahre steigen. Dies führt zu längeren Rentenzahlungen und somit zu einer höheren finanziellen Belastung des Systems.
Der Bericht hebt die Notwendigkeit hervor, die Versicherungsprinzipien zu stärken und die finanzielle Tragfähigkeit des Rentensystems zu verbessern. Insbesondere wird die aktive Nutzung der Investitionsmöglichkeiten der freien Mittel des Staatlichen Sozialschutzfonds als wichtiges Instrument zur Sicherung der langfristigen Stabilität des Systems genannt.
