In Aserbaidschan ist es weit verbreitet, Autos per Vollmacht zu kaufen oder zu verkaufen. Viele Eigentümer nutzen diese Methode, um offizielle Übertragungsgebühren zu umgehen. Juristen warnen jedoch: Diese Abkürzung kann teuer werden.
Ein Riskanter Shortcut
Laut Anwalt Akram Hasanov wirkt ein Vollmachtsgeschäft zwar bequem, bietet dem Käufer aber keinen echten Rechtsschutz. „Niemand verkauft eine Immobilie so. Warum also ein Auto?“, sagte er gegenüber Bizim.media.
Er empfiehlt einen notariellen Kaufvertrag und eine Banküberweisung direkt bei der Fahrzeuganmeldung. „Der gesamte Kaufpreis muss im Vertrag stehen und offiziell auf das Konto des Verkäufers gehen“, erklärt er. „Nur so ist der Käufer vor späteren Streitigkeiten sicher.“
Was Kann Schiefgehen?
Wenn der Verkäufer stirbt, können seine Erben das Auto zurückfordern. „Auch der Ehepartner kann die Transaktion anfechten, wenn es gemeinsames Eigentum war“, warnt Hasanov.
Zudem gibt es oft Probleme bei der späteren Ummeldung des Fahrzeugs, wenn der Besitz nie offiziell übertragen wurde. „Der Käufer hat bezahlt, aber rechtlich gehört das Auto immer noch jemand anderem“, sagt er.
Der Sichere Weg
Hasanov rät, den Kauf direkt mit dem eingetragenen Eigentümer abzuwickeln und die Zahlung über die Bank zu tätigen. „Dann zahlen Sie nur die offiziellen Gebühren und Bankkosten – nichts Illegales oder Überraschendes“, betont er.
Kurz gesagt: Der Kauf per Vollmacht mag kurzfristig Geld sparen, doch Experten sind sich einig – nur ein formeller Kaufvertrag bietet langfristige Sicherheit.
