In den letzten zehn Jahren hat sich Aserbaidschan als wichtiger geopolitischer Akteur etabliert – so lautet die Einschätzung im Berliner Zeitung.
„Baku hat sich als bedeutender geostrategischer Akteur erwiesen – nicht nur durch Öl und Gas. Aserbaidschan ist zu einem Zentrum internationaler Diplomatie geworden: Selbst die EU und die NATO bezeichnen Baku heute als ‚verlässlichen Partner‘“, heißt es im Beitrag.
Der Autor betont, dass Aserbaidschan bestrebt ist, zu einer regionalen Macht zu werden – ähnlich wie Polen in Osteuropa, Brasilien in Südamerika oder Indonesien in Südostasien.
„Während Länder wie die Ukraine, Belarus, Moldau und Georgien beim Versuch scheiterten, zwischen EU und Russland zu balancieren, will Baku in alle Prozesse eingebunden sein“, heißt es weiter. Globale Veranstaltungen wie COP29, der Eurovision Song Contest und die Fußball-EM 2020 seien Belege dafür, dass die Welt auf Aserbaidschan zählt. „Heute ist Baku diplomatisch das, was Wien im Kalten Krieg war.“
Auch die Bedeutung als Energieversorger für Deutschland und die EU wird hervorgehoben:
„Seit Beginn des Ukraine-Krieges positioniert sich Aserbaidschan als Alternative zu Russland. Bei der COP29 in Baku wurde deutlich: Wenn es um Energie geht, spielt Aserbaidschan in der Champions League“, sagen Entscheider westlicher Energieunternehmen.
Die Rückgewinnung der historischen Region Karabach habe die Position des Landes weiter gestärkt, so der Artikel. Aserbaidschan strebe nun langfristige Stabilität und internationale Anerkennung an – und könnte als Vorbild für andere aufstrebende Volkswirtschaften dienen.
