Bangladesch hat vorgeschlagen, das Visaregime mit Aserbaidschan abzuschaffen, als Teil einer umfassenderen Initiative zur Ausweitung der politischen, wirtschaftlichen und arbeitsbezogenen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern, berichtete Botschafter Amanul Haq dem türkischen Büro von Report.
„Da es derzeit keine direkte Flugverbindung zwischen Bangladesch und Aserbaidschan gibt, haben wir vorgeschlagen, ein Abkommen zu unterzeichnen, um eine solche Verbindung herzustellen“, sagte der Botschafter.
„Gleichzeitig sollte die Vereinfachung des Visaverfahrens nicht übersehen werden. Ein leichterer Visazugang ist einer der Schlüsselfaktoren zur Förderung des gegenseitigen Reiseverkehrs unserer Bürger. Wir haben unseren Vorschlag bereits der aserbaidschanischen Seite vorgelegt und erwarten eine positive Antwort.“
Die Initiative folgt auf das wachsende Interesse Dhakas, die Beziehungen zu Baku zu stärken, insbesondere im Bereich der Arbeitsmobilität und Investitionszusammenarbeit.
Anfang dieses Jahres, am 1. Oktober, traf sich der Berater für Arbeit und Beschäftigung Bangladeschs, Sakhawat Hossain, in Baku mit dem aserbaidschanischen Arbeitsminister Anar Aliyev und forderte mehr Möglichkeiten für bangladeschische Fachkräfte in den Bereichen Bauwesen, Logistik und Dienstleistungen in Aserbaidschan.
Bei diesem Treffen schlug die bangladeschische Seite vor, die Zusammenarbeit im Bereich des Arbeitnehmerschutzes, der Arbeitsbedingungen und der Sonderwirtschaftszonen auszuweiten sowie die Visaverfahren zu vereinfachen, um die Mobilität qualifizierter Arbeitskräfte zu erleichtern.
Wird die Initiative zur Visafreiheit angenommen, wäre dies ein bedeutender Schritt in den bilateralen Beziehungen — sie würde Reisen erleichtern, Geschäftsbeziehungen fördern und Bangladeschs Bestreben unterstützen, seine Partnerschaften in der Kaspischen und Zentralasiatischen Region zu vertiefen.
