Kreditnehmer des Mikrofinanzunternehmens Azpulmat haben berichtet, dass sie bedrohliche Anrufe von Personen erhalten haben, die sich als „Gerichtsvorbereitungsbeamte“ ausgeben und verlangen, dass Schulden innerhalb eines einzigen Tages beglichen werden.
Laut Beiträgen in sozialen Medien warnen die Anrufer — oft junge Frauen —, dass Fälle vor Gericht gebracht werden, wenn die Zahlungen nicht sofort erfolgen. Sie behaupten, dass nach Einreichung einer Klage die Schuldner mit Vollstreckungsanordnungen und täglichen Strafen von bis zu 7 % bis zur vollständigen Rückzahlung konfrontiert werden.
Auf eine Anfrage von Oxu.Az antwortete Azpulmat, dass das Unternehmen keinerlei Verbindung zu den Anrufen habe. Die Firma betonte, dass Rückzahlungsbedingungen und Strafen gesetzlich streng geregelt sind und dass jegliche offizielle Kommunikation über Vollstreckung nur von gerichtlich bestellten Beamten erfolgt.
„Azpul-Mitarbeiter nehmen jederzeit Kundenanrufe entgegen, beraten und beantworten Fragen oder Beschwerden“, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens. „Wenn Kunden auf Verstöße stoßen, sollten sie sich sofort an unser 24/7-Callcenter unter 1670 wenden.“
Trotz der Ablehnung kursieren in sozialen Netzwerken Gerüchte, dass Azpulmat selbst Anrufer engagiert haben könnte, um Kunden unter Druck zu setzen, ausstehende Schulden zu zahlen — eine Behauptung, die das Unternehmen in offiziellen Erklärungen entschieden zurückweist.
