Das bevorstehende Dreiertreffen der Staats- und Regierungschefs von Aserbaidschan, Armenien und den USA in Washington wird im gesamten Südkaukasus aufmerksam verfolgt. Der georgische Politikexperte und Mitbegründer des Zentrums für Strategische Analysen, Valeri Chechelashvili, bezeichnete den Gipfel als potenziell historischen Wendepunkt für die ganze Region.
In einem Kommentar gegenüber Report sagte Chechelashvili, der Südkaukasus erlebe einen entscheidenden Moment seiner Geschichte, mit großen Erwartungen an das Treffen zwischen dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev, dem armenischen Premierminister Nikol Paschinjan und US-Präsident Donald Trump.
„Die drei Staatschefs arbeiten gemeinsam daran, den Südkaukasus aus dem Schatten Russlands zu führen. Wir sehen bereits, wie Moskaus Einfluss nachlässt, und die Region bewegt sich in Richtung größerer Stabilität“, sagte er.
Chechelashvili betonte, dass der Gipfel nicht nur für Baku und Eriwan, sondern auch für Tiflis von Bedeutung sei.
„Ich glaube, es gibt jetzt eine echte Chance, den Südkaukasus von einer Konflikt- und Spaltungszone in eine Zone der Stabilität und Integration zu verwandeln. Das ist eine positive Perspektive für alle drei Länder“, erklärte er.
Der Analyst wies außerdem auf das zunehmende Engagement der USA in der Region hin und sprach von einer strategischen Neuausrichtung.
„Früher haben wir uns gefragt, ob der Südkaukasus wirklich eine Priorität der US-Außenpolitik ist. Heute können wir mit Sicherheit sagen: Ja, das ist er. Washington investiert ernsthaft Ressourcen in diese Richtung“, schloss Chechelashvili.
