Das aserbaidschanische Innenministerium (MIA) teilte mit, es habe eine organisierte Gruppe zerschlagen, die angeblich illegale Online-Glücksspielsysteme über soziale Medien betrieben habe. Bei koordinierten Razzien in geheimen Büros in der Hauptstadt seien 10 Verdächtige festgenommen worden.
Nach Angaben der Hauptdirektion zur Bekämpfung der Cyberkriminalität beim MIA soll die Gruppe von Nihat Valiyev (geb. 2002) und Altay Asgarli (geb. 2001) geleitet worden sein. Ermittler erklärten, die Verdächtigen hätten Instagram-Seiten unter den Namen „TT“, „Admiral“, „Bir-iki“, „Gold“ und anderen genutzt, um Nutzer auf ausländische, nicht lizenzierte Plattformen wie „Fast Loto365“ und „CHCPlay“ umzuleiten. Um ihre Identität zu verschleiern, hätten sie ausländische SIM-Karten und auf Dritte registrierte Nummern verwendet.
Bei Durchsuchungen von gemieteten Wohnungen, die als Büros dienten, wurden fast 500 Bankkarten gefunden – angeblich von Privatpersonen für unterschiedliche Summen erworben – und zum Transfer illegaler Gelder genutzt. Die Polizei beschlagnahmte außerdem über 50 lokale und ausländische Telefonnummern, Mobilgeräte und weitere elektronische Beweismittel.
Die Behörden schätzen den illegalen Umsatz des Rings vorläufig auf über 10 Millionen Aserbaidschan-Manat. Laut Ministerium sei ein Teil der Erlöse in Kryptowährung umgewandelt worden.
Ein Strafverfahren wurde nach den einschlägigen Artikeln des Strafgesetzbuches eingeleitet, und weitere operative Maßnahmen zur Identifizierung und Festnahme zusätzlicher Verdächtiger laufen. Das MIA veröffentlichte Aufnahmen vom Einsatz, die die Festnahmen und beschlagnahmten Materialien zeigen.
