Im heißen Sommer zieht es Stadtbewohner und Touristen an die Strände des Kaspischen Meeres. Doch zwischen warmem Sand und Meeresbrise liegen oft Plastikflaschen, Tüten, Zigarettenkippen, Essensreste und Glasscherben. Das ist nicht nur unansehnlich, sondern gefährlich und wirtschaftlich schädlich.
Das Kaspische Meer, eines der größten Naturgüter Aserbaidschans, schrumpft rapide. Neben natürlichen Ursachen spielen menschliche Einflüsse eine große Rolle. Einige Strände weisen hohe bakterielle Belastungen auf, andere sind mit gefährlichem Abfall übersät.
Bezahlstrände sind sauberer, doch an kostenlosen Orten wie Bilgah stapeln sich die Abfälle. Ausländische Touristen reagieren oft schockiert — ein Risiko für den Tourismus.
Der Einwohner von Buzovna, Ceyhun Hashimov, kritisierte in einem Video die Zustände. Die Stadt hat mehr Müllcontainer aufgestellt, und Freiwillige — wie bei der İDEA-Aktion, die zwei Tonnen Abfall sammelte — reinigen regelmäßig. Dennoch ist die Wirkung nur kurzfristig.
Umweltschützer Fuad Baghirov fordert hohe Geldstrafen: „Im Ausland kostet illegales Wegwerfen viel Geld — hier sollte es genauso sein.“ Polizei und Umweltministerium ahnden Verstöße, doch Kontrollen müssen häufiger werden.
Ökonom Rauf Garayev sieht zusätzlich Aufklärungskampagnen und den Ausbau von Freizeitangeboten in den Regionen als entscheidend, um den Andrang auf die Strände der Halbinsel Abscheron zu mindern.
Fazit: Sauberes Meer und gepflegte Strände sind Grundvoraussetzungen für Gesundheit, Tourismus und Küstenökosysteme. Ohne gemeinsame Anstrengungen aus Infrastruktur, Kontrolle und Bildung wird der Kaspische Strand weiter unter Müllbergen leiden.
