Die Rhetorik rund um den Zangezur-Korridor hat in den letzten Tagen zugenommen. Nach der Erklärung von Ali Akbar Velayati, dem wichtigsten Berater des Obersten Führers des Iran, der den Zangezur-Korridor als Blockade gegen Russland und Iran darstellte, äußerte auch der russische Propagandist Vladimir Solovyov eine starke Erklärung gegen das Projekt und schlug vor, dass seine Verwirklichung verhindert werden sollte. Die jüngste Intensivierung der Rhetorik von Iran und Russland gegen Aserbaidschan, insbesondere rund um den Zangezur-Korridor, wirft wichtige Fragen zu den strategischen Zielen hinter diesen Positionen auf und was dies für die Zukunft der Region bedeutet.
Elchin Mirzebeyli, ein Mitglied des aserbaidschanischen Parlaments, erklärte, dass die Diskussionen und Initiativen rund um den Zangezur-Korridor nicht nur die Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Armenien betreffen, sondern auch im Kontext des Zusammenpralls regionaler Interessen einen tieferen Gehalt haben. Die jüngste Rhetorik von Russland und Iran ist eine Fortsetzung ihrer traditionellen Haltung gegenüber den unabhängigen und ausgewogenen politischen Maßnahmen Aserbaidschans.
Strategische Bedeutung des Zangezur-Korridors
Der Zangezur-Korridor ist nicht nur ein Logistikprojekt, sondern hat eine strategische Bedeutung für Aserbaidschan, da er den direkten Zugang nach Nakhchivan wiederherstellt, die Integration von Ost-West- und Nord-Süd-Logistiksystemen ermöglicht und die Verbindungen der Türkei und Zentralasiens mit Europa stärkt. Aus diesem Grund haben Russland und Iran ihre rhetorischen Angriffe auf Aserbaidschan in den letzten Wochen verstärkt. Der Iran hat zusammen mit Russland militärische Übungen in den Grenzregionen und im Kaspischen Meer durchgeführt, während beide Länder weiterhin voreingenommene Kampagnen gegen Aserbaidschan im Informationsbereich führen.
Die Aussagen von Präsident Ilham Aliyev beim 3. Shusha Global Media Forum am 19. Juli 2025 unterstrichen erneut die klare und pragmatische Politik Aserbaidschans zu diesem Thema. Wie er betonte, ist der Zangezur-Korridor ein Symbol, und die entscheidende Frage ist die Öffnung der Kommunikationswege in der Region, eine Realität, die bereits Form annimmt.
Aserbaidschans Weg nach vorne
Mirzebeyli betonte, dass die Ereignisse rund um den Zangezur-Korridor nicht nur eine Auseinandersetzung über eine logistische Route sind, sondern ein strategischer Kampf darüber, wie sich der Südkaukasus entwickeln wird. Aserbaidschan tritt als konstruktive, vereinigende und friedensorientierte Macht auf. Trotz des Drucks verfolgt Aserbaidschan unbeirrt seinen Weg. Angesichts der geopolitischen Bedrohungen sollten diejenigen, die ein unabhängiges und widerstandsfähiges Staatsmodell sehen wollen, auf das wahre Beispiel Aserbaidschans schauen.
