Aserbaidschan hat seine Rohölexporte nach Deutschland in diesem Jahr stark ausgeweitet und damit Europas wachsende Abhängigkeit von kaspischer Energie unterstrichen.
Laut dem vom Report zitierten Staatlichen Zollkomitee lieferte Baku in den ersten acht Monaten 2025 insgesamt 841.915 Tonnen Rohöl nach Deutschland im Wert von 445,3 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg des Volumens um 36,1 Prozent und des Wertes um 9,6 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Deutschland machte 5,3 Prozent der gesamten Rohölexporte Aserbaidschans aus. Insgesamt exportierte Aserbaidschan zwischen Januar und August 15,9 Millionen Tonnen Rohöl und Erdölprodukte und erzielte damit Einnahmen von mehr als 8,39 Milliarden US-Dollar.
Das gesamte Außenhandelsvolumen des Landes erreichte 32,1 Milliarden US-Dollar, wobei die Exporte bei 17,1 Milliarden und die Importe bei 15,05 Milliarden lagen.
Der Anstieg der Lieferungen nach Deutschland fällt in eine Zeit, in der Berlin seine Abhängigkeit von russischen Energiequellen weiter verringert und damit Aserbaidschans Position als Schlüsselpartner in der europäischen Energiesicherheitsstrategie stärkt.
