Nach Prognosen der Weltbank, der EBRD und der OECD steht der Mittelkorridor in den kommenden Jahrzehnten vor einer dramatischen Expansion. Laut Trend sollen die Frachtmengen entlang der Route bis 2030 auf 11 Millionen Tonnen ansteigen, und bis 2040 könnte die Kapazität des Korridors 865.000 TEU erreichen.
Der Zangezur-Korridor als Schlüsselverbindung
Bakhtiyar Hajiyev, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei Azerbaijan Railways CJSC, sagte gegenüber Trend, dass die Eröffnung des Zangezur-Korridors eine entscheidende Rolle bei der Deckung dieser wachsenden Nachfrage spielen werde. Das jährliche Frachtpotenzial des Korridors werde auf 15 Millionen Tonnen geschätzt, womit er eine wichtige Erweiterung des Mittelkorridors darstellt.
Mehr Wertschöpfung und Diversifizierung
Laut Hajiyev bringt die Zangezur-Verbindung nicht nur dem Mittelkorridor, sondern auch der Nord–Süd-Transportachse erheblichen Mehrwert. Durch das Angebot einer Alternative zu bestehenden Routen verbessert sie die Diversifizierung und positioniert Aserbaidschan als bedeutendes Logistikzentrum in Eurasien.
Erweiterung der Routen für Indien und Iran
Hajiyev betonte zudem, dass der Zangezur-Korridor die Konnektivität für Indien und Iran stärken werde, sodass Fracht über Aserbaidschan nach Norden transportiert werden könne. Iranische Sendungen könnten beispielsweise über Nachitschewan in die Türkei und weiter nach Nordeuropa umgeleitet werden.
