Die Klage der Generalstaatsanwaltschaft gegen Schachlar Nowrusow ist ein weiteres Beispiel für die Enteignung großer Vermögenswerte von Aserbaidschanern in Russland. Betroffen ist der Besitzer des Restaurants „Altes Baku“ und der Firma „Dar Frut“ sowie Miteigentümer des Hafens von Tuapse. Die Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation reichte Klage gegen die Eigentümer und ehemaligen Begünstigten des Handelshafens Tuapse ein. Unter den Beklagten: der aus Aserbaidschan stammende und verhaftete Geschäftsmann Schachlar Nowrusow, die auf den Britischen Jungferninseln registrierte Offshore-Gesellschaft Vonixell Limited sowie der bekannte russische Bauunternehmer Oleg Basin.
Nach Gerichtsangaben kontrollierte Nowrusow über seine Firmen die Vermögenswerte des Hafens, darunter ein Umschlagterminal und einen Pier. Er ist außerdem Eigentümer des beliebten Restaurants „Altes Baku“ in Krasnodar und der Firma „Dar Frut“, berichtete RBK.
Anfang September wurde er wegen versuchten großangelegten Betrugs festgenommen. Die Ermittler behaupten, der Geschäftsmann habe gemeinsam mit Komplizen mithilfe gefälschter Dokumente versucht, Immobilien und Vermögenswerte im Wert von fast 920 Millionen Rubel an sich zu bringen.
Zuvor hatte das regionale Gericht die Untersuchungshaft des 60-jährigen Nowrusow verlängert und dabei auf seine Verbindungen zu Polizei- und Justizbehörden verwiesen, die es ihm laut Ermittlungen ermöglicht hätten, den Verlauf des Verfahrens zu beeinflussen.
Die Geschichte um den Hafen von Tuapse ist ein weiteres Beispiel dafür, wie bedeutende Vermögenswerte im Süden Russlands, die im Besitz von Aserbaidschanern waren, unter die Kontrolle anderer Strukturen gelangen.
Obwohl Nowrusow jahrzehntelang Geschäfte in der Region Krasnodar entwickelte, darunter landwirtschaftliche und logistische Projekte, stehen seine Schlüsselvermögenswerte nun faktisch vor der Enteignung.
Die Verwaltung des Hafens von Tuapse lehnte eine Stellungnahme ab.
