Nach mehr als drei Jahrzehnten nahm die lange stillgelegte Eisenbahnlinie zwischen Baku und Agdam heute wieder den Betrieb auf. Offizielle bezeichneten dies als ein starkes Symbol der „Großen Rückkehr“ Aserbaidschans in seine befreiten Gebiete. Emin Huseynov, Sondervertreter des Präsidenten in den Bezirken Agdam, Füzuli und Khojavend, beschrieb die Eröffnung als Meilenstein.
„Dies ist wahrlich ein freudiger Tag für unser Land und unser Volk“, sagte er.
Moderner Komfort und Infrastruktur
Der neue Service hält am hochmodernen Eisenbahn- und Busbahnhof von Agdam, wo erstmals in Aserbaidschan ein Zug an einem überdachten Bahnsteig einfährt. Laut Huseynov sorgt dieses Design das ganze Jahr über für den Komfort der Passagiere, unabhängig von den Wetterbedingungen.
Nächste Schritte: Busse und neue Eisenbahnlinien
Der Beamte bestätigte außerdem, dass Busverbindungen von Agdam in andere befreite Bezirke in Vorbereitung sind. Das Ministerium für digitale Entwicklung und Verkehr entwickelt bereits Routen, um die regionale Konnektivität zu stärken.
Parallel dazu wird derzeit die Eisenbahnlinie Agdam–Chankendi gebaut, die bis Ende nächsten Jahres fertiggestellt werden soll und das strategische Bahnnetz tiefer in Karabach hinein erweitert.
Vorbereitung auf die Wiederbesiedlung
Huseynov betonte, dass sich Agdam selbst mit beispielloser Geschwindigkeit verwandle. Großangelegte Infrastrukturprojekte schreiten voran, und die erste Welle von Bewohnern wird im Herbst zurückerwartet.
„Bis Ende nächsten Jahres wird der historische und kulturelle Kern von Agdam vollständig restauriert und seinem Volk zurückgegeben sein“, merkte er an.
Ein historischer Tag
Die erste Fahrt Baku–Agdam beendet eine 32-jährige Unterbrechung, verursacht durch die armenische Besetzung Anfang der 1990er Jahre. Ihre Wiederaufnahme heute, so die Beamten, gehe nicht nur um Transport, sondern auch darum, die Menschen wieder mit ihrer Heimat zu verbinden und die Wiedergeburt lange verlassener Städte zu beschleunigen.
