Armenien würde türkische Investitionen begrüßen, wenn die Beziehungen zwischen den beiden Ländern normalisiert und die gemeinsame Grenze wieder geöffnet würden, sagte Wirtschaftsminister Gevorg Papoyan während einer Pressekonferenz im Parlament — laut armenischen Medien, auf die sich Report beruft.
Papoyan wies darauf hin, dass mehrere türkische Unternehmen, darunter Bekleidungsmarken, seit 2012 in Armenien tätig sind.
„Ich begrüße diese Investitionen. Ein dauerhafter Frieden zwischen Nachbarländern ist ohne finanzielle Zusammenarbeit unmöglich. Wenn wir wirklich Stabilität in der Region wollen, muss sie durch wirtschaftliche Entwicklung unterstützt werden,“ sagte er.
Der Minister betonte, dass Frieden ohne wirtschaftliche Verbindungen nur eine vorübergehende Pause sei. Er erklärte, sobald Frieden erreicht und die Grenze geöffnet sei, könne Armenien ausländisches Kapital anziehen – auch aus der Türkei, während armenische Unternehmer in Nachbarländer investieren könnten.
„Wer glaubt, dass ein lebensfähiger Staat ohne wirtschaftliche Interaktion existieren kann, irrt sich zutiefst,“ sagte Papoyan.
Er dementierte auch Gerüchte, wonach die sogenannte „Trump-Route“ durch die armenische Provinz Syunik mit türkischem Geld finanziert werde, und betonte, dass das Projekt in voller Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten durchgeführt werde.
