Der Generalsekretär des Europarats, Alain Berset, lobte die Fortschritte von Aserbaidschan und Armenien in ihrem Friedensprozess und bezeichnete das am 8. August in Washington vermittelte Abkommen als Wendepunkt für den Südkaukasus.
In einem Interview mit dem US-Büro von Report nannte Berset die Paraphierung des Friedensabkommens im Weißen Haus – im Beisein des US-Präsidenten Donald Trump sowie der Staatschefs von Aserbaidschan und Armenien – „ein Ereignis von außergewöhnlicher Bedeutung, nicht nur für die beiden Nationen, sondern für die gesamte Region.“ „Angesichts dessen, was erreicht wurde, ist dies eine sehr positive Entwicklung, und wir freuen uns aufrichtig, solche Fortschritte zu sehen. Der Europarat arbeitet seit langem mit all seinen Mitgliedsstaaten, darunter auch Aserbaidschan und Armenien, zusammen und bietet die richtige Plattform für einen nachhaltigen Dialog,“ sagte Berset.
Er fügte hinzu, dass er regelmäßig mit Präsident Ilham Aliyev in Kontakt stehe und auch mit dem armenischen Premierminister Nikol Paschinjan verbunden bleibe, um den Prozess voranzubringen.
Berset hob sein jüngstes Treffen mit Präsident Aliyev am Rande der hochrangigen Woche der UN-Generalversammlung in New York hervor, das er als „sehr erfolgreich“ beschrieb. Er betonte, dass das Friedensbekenntnis beider Seiten nicht nur als Erfolg, sondern auch als Chance gesehen werden sollte, die Zusammenarbeit im Südkaukasus auszubauen.
„Die Welt braucht heute Stabilität, Frieden und Vorhersehbarkeit, aber an vielen Orten sehen wir das nicht. Deshalb müssen wir uns an diesen Prozessen beteiligen. Es ist wirklich ermutigend zu sehen, wie Aserbaidschan und Armenien ein Friedensabkommen unterzeichnen und die Beziehungen wiederherstellen,“ sagte Berset.
Der Generalsekretär unterstrich die Bedeutung des Südkaukasus für den Europarat und erinnerte daran, dass sowohl Aserbaidschan als auch Armenien und Georgien Mitglieder sind.
„Beziehungen abzubrechen oder sich voneinander abzuwenden, ist niemals eine gute Option. Der beste Weg nach vorne ist immer, zusammenzuarbeiten, Unterschiede anzuerkennen und gemeinsame Ziele zu verfolgen. Das ist der sicherste Weg zur Stabilität,“ schloss er.
