Der sinkende Wasserspiegel im Boyukshor-See hängt mit dem Rückgang des Zuflusses aus den umliegenden Gebieten zusammen.
Umweltexperte Rovshan Abbasov, Mitglied des Öffentlichen Rates beim Ministerium für Ökologie und Naturschätze, erklärte gegenüber Report, dass der See ein geschlossenes Gewässer sei, das sich hauptsächlich aus Oberflächenabflüssen speise. Niederschläge hätten aufgrund der Trockenheit der Region (rund 250 mm im Jahr) kaum Einfluss.
In der Vergangenheit sei der Wasserspiegel durch Abwässer aus den nahegelegenen Wohngebieten gestiegen, erklärte Abbasov. Nach Sanierungsmaßnahmen sei dieser Faktor jedoch beseitigt worden, was den Zufluss weiter reduziert habe.
Der Experte betonte, dass der aktuelle Wasserspiegel als „optimal“ gelten könne. Um ihn langfristig zu stabilisieren, müssten jedoch Regenwasser und aufbereitete Abwässer aus neuen Hochhäusern in den See geleitet werden.
In sozialen Netzwerken war zuvor berichtet worden, dass die Fläche des Sees in den letzten 60 Jahren um 30–40 % geschrumpft sei.
