Bürger mit Zahlungsrückständen oder anderen Problemen in ihrer Kredithistorie haben oft Schwierigkeiten, neue Darlehen zu erhalten. Banken und Finanzinstitute gehen in solchen Fällen vorsichtiger vor.
Der auf Bankrecht spezialisierte Jurist Akram Hasanov erklärte gegenüber Moderator.az, dass das Gesetz die Kreditvergabe an Personen mit negativer Kredithistorie nicht verbietet:
„Das Gesetz besagt nicht, dass jemand mit Zahlungsrückständen oder Problemen keinen Kredit bekommen darf. Der Hauptzweck der Kredithistorie besteht darin, den Kreditgeber zu informieren. Die Entscheidung trifft die Bank oder das Kreditinstitut auf Grundlage dieser Informationen. Wenn es sich beispielsweise nur um eine kleine Summe oder einen kurzen Zeitraum handelt, oder wenn die Person heute zahlungsfähig ist, einen Bürgen und Sicherheiten hat, kann ein Kredit gewährt werden. Dennoch handeln die Banken in den meisten Fällen vorsichtig und berücksichtigen die Risiken.“
Laut Hasanov besteht die wirksamste Methode zur Verbesserung der Kreditwürdigkeit darin, einen kleinen Kredit aufzunehmen und ihn pünktlich zurückzuzahlen:
„Negative Informationen in der Kredithistorie bleiben 10 Jahre im System und werden danach automatisch gelöscht. Aber die Bürger sollten nicht so lange warten. Wer z. B. einen Kredit von 1.000 Manat aufnimmt und ihn fristgerecht zurückzahlt, kann damit verantwortungsbewusstes Verhalten zeigen. So verbessert sich die Kredithistorie schrittweise“, betonte der Jurist.
