Fall Finanzierung des Terrorismus: Angeklagte Behaupten, Geldüberweisungen Hätten Wohltätigen Zweck

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Vor dem Schwerverbrechensgericht in Baku wird weiter gegen Haghani Omarov, Anar Salamzade und Elchin Azizov verhandelt. Ihnen wird von der Staatssicherheitsbehörde (SSS) die Finanzierung des Terrorismus vorgeworfen.

Wie Oxu.Az berichtet, setzte sich die von Richterin Nigar Imanova geleitete Sitzung mit Zeugenaussagen fort.

Zeugin E. Rahimova erklärte, die Angeklagten nicht zu kennen:
„Obwohl von meiner Karte Geld überwiesen wurde, habe ich diesen Vorgang nicht selbst durchgeführt. Ich habe Spenden für kranke Kinder und Frauen über WhatsApp-Gruppen geschickt. Bei der Befragung wurde mir gesagt, ich hätte 300 Manat überwiesen. Davon wusste ich nichts.“

Eine weitere Zeugin, Aytən Isaeva, bestätigte, dass sie Omarov kenne:
„Haghani ist ein Verwandter meines Bruders. 2013 reiste ich mit meiner Tochter nach Syrien, 2023 kamen wir zurück. Dort erhielten wir finanzielle Unterstützung von der Freien Syrischen Armee. Wegen unserer Not schickte uns auch Haghani Hilfe. Ich wusste nicht, womit er sich in Aserbaidschan beschäftigte.“

Malakhat Moustafayeva, Mutter von Elshan Moustafayev, dessen Name ebenfalls im Verfahren auftaucht, berichtete:
„Nach einem Jahr in Syrien wollten wir zurück. Wir verkauften unser Haus dort für 11.500 Dollar. Zwischen Haghani und Elshan gab es eine Vereinbarung, nach der Haghani uns etwa 30.000 Manat gab. Woher der Rest des Geldes kam, weiß ich nicht.“

Angeklagter Omarov betonte, dass ein Teil der 30.000 Manat Spenden seien, die unbekannte Personen auf seine Bankkarte überwiesen hätten.

Zeuge Ismayil Mammadov bestätigte, von seiner eigenen Karte und der seiner Frau Geld auf Omarovs Karte überwiesen zu haben:
„Ich überwies 1.200 Manat als Spende im Ramadan. Ich habe nicht gewusst, auf wessen Konto das Geld ging. Es hatte nichts mit militärischen Operationen zu tun.“

Der Anwalt von Omarov beantragte anschließend, die Untersuchungshaft durch Hausarrest zu ersetzen. Das Gericht lehnte ab.

Die nächste Sitzung ist für den 16. September angesetzt.

Die Angeklagten wurden im Rahmen einer SSS-Operation festgenommen und stehen nach Artikel 214-1 des Strafgesetzbuches (Finanzierung des Terrorismus) vor Gericht.

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