In den sozialen Netzwerken häufen sich gefälschte Seiten, die sich als Kreditinstitute ausgeben. Ihre Opfer sind Menschen in finanziellen Schwierigkeiten, die dringend Geld benötigen. Die Betrüger locken mit verlockenden Konditionen und dem Versprechen schneller Kredite ohne aufwendige Prüfungen. Der Betrug beginnt mit der Forderung nach einem Ausweisdokument, um Seriosität vorzutäuschen.
Anschließend verlangen sie eine Vorauszahlung —eine angebliche “Gebühr” zwischen 50 und 100 Manat, je nach gewünschter Kreditsumme. Doch das eigentliche Ziel ist die Erlangung sensibler Bankinformationen wie Kartendaten, Passwörter und andere vertrauliche Angaben, um Zugang zu den Konten der Opfer zu erhalten. Ein typisches Merkmal dieser Betrüger ist das Fehlen einer realen Adresse. Auf Nachfrage erklären sie stets, dass sie keinen festen Sitz hätten.
Ökonom Khalid Kerimli warnt eindringlich davor, auf solche Angebote hereinzufallen:
“Über diese Seiten ist es unmöglich, einen echten Kredit zu erhalten. Stattdessen besteht ein hohes Risiko, das eigene Geld zu verlieren. Die Betrüger können die Bankkonten leichtgläubiger Menschen komplett leeren.”
Kerimli rät dringend, stets die Lizenz des Kreditinstituts zu prüfen:
“Handelt es sich um ein nicht-bankliches Kreditinstitut, lässt sich die Lizenz jederzeit auf der offiziellen Website der Zentralbank überprüfen. Dort finden sich auch Links zu den offiziellen Seiten und Finanzberichten der Organisation.”
Der Experte betont, dass das Vorgehen solcher Seiten, die ohne Lizenz über soziale Netzwerke nach Opfern suchen, illegal ist. Das Risiko, Opfer eines Betrugs zu werden, ist bei diesen “Kreditgebern” äußerst hoch.
