Die Familien der Opfer des AZAL-Flugzeugabsturzes nahe Aktau (Kasachstan) am 25. Dezember 2024 erklären, dass sie keine Entschädigungszahlungen von Russland erhalten haben.
Aussagen der Familien
Elena Kal’yaninova, Mutter des Nationalhelden Aserbaidschans Aleksandr Kal’yaninov, sagte gegenüber 1news.az:
„Alle Zahlungen kamen von AZAL und unserer Regierung. Von Russland — nichts. Moskau hat bis heute nicht einmal offiziell seine Schuld an der Katastrophe eingestanden.“
Auch Yana Vilkova, Ehefrau des Flugkapitäns und Nationalhelden Igor Kshnyakin, widersprach den Berichten über russische Zahlungen:
„Vielleicht gibt es irgendwelche Zahlungen, aber das ist keine Entschädigung. Das sind Versicherungsleistungen, die jedem Passagier zustehen. Die Crew hat mit dieser ‘Alfa’-Versicherung nichts zu tun. Unsere Piloten wurden von unserer Airline versichert, die Passagiere von ‘Alfa’. Das hat nichts mit der Entschädigung zu tun, von der unser Präsident sprach.“
Erklärung des russischen Außenministeriums
Laut dem russischen Außenministerium belaufen sich die Versicherungszahlungen auf insgesamt 358,4 Millionen Rubel (ca. 7,4 Mio. Manat). Ansprüche von 46 der 62 Passagiere seien beglichen worden.
Widerspruch aus Aserbaidschan
Doch Dschalil Alijew, Vater der Nationalheldin Hökyuma Alijewa, stellte klar:
„Seit dem Absturz haben wir keine Zahlungen aus Russland erhalten. Die genannten Zahlen entsprechen nicht der Realität.“
Hintergrund zur Tragödie
Der AZAL-Flug Bakau–Grosny mit 67 Personen an Bord stürzte am 25. Dezember 2024 nahe Aktau ab. 38 Menschen starben, darunter drei Crewmitglieder. Am 29. Dezember verlieh Präsident Ilham Aliyev den getöteten Crewmitgliedern posthum den Titel „Nationalheld Aserbaidschans“.
Am 7. Januar wurden die Flugschreiber in Brasilien ausgewertet, am 4. Februar veröffentlichte das kasachische Verkehrsministerium einen vorläufigen Untersuchungsbericht.
