In den letzten Tagen zeigt sich auf den Lebensmittelmärkten ein klarer Trend: Verbraucher greifen zunehmend zu Fisch und Geflügel, aus Sorge vor der Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche unter Rindern und Schafen. Besonders in den Märkten der Hauptstadt ist die steigende Nachfrage nach Fischprodukten deutlich zu spüren – was erwartungsgemäß zu Preiserhöhungen geführt hat.
Nach Angaben der Händler ist der Kilopreis für Fisch um 0,5–1 Manat gestiegen. Doch, wie sie betonen, liege der Grund nicht nur in der Nachfrage. „Forelle kostet jetzt 12–13 Manat, die türkische Dorade ist auf 16 Manat pro Kilo gestiegen. Karpfen liegt bei 8 Manat, der weiße Amur bei 8–9 Manat, und Flussbarsch bei 6 Manat“, berichten Verkäufer. Die Preissteigerung sei ungleichmäßig: See- und Flussfische seien teurer geworden, während Seefische stabil blieben.
Ein ähnlicher Trend ist auch auf dem Geflügelmarkt zu beobachten, wo die Nachfrage steigt, die Preise jedoch stabil bleiben. „Früher verkauften wir etwa 50 Hühner pro Tag, jetzt sind es 70–80. Der Anstieg begann vor etwa zwei Wochen“, sagen die Händler.
Wirtschaftsexperten erinnern daran, dass die Preise durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt werden. In der aktuellen Situation versuchen Verkäufer, durch das gestiegene Interesse ihre Gewinne zu erhöhen.
