Wissenschaftler des Brigham and Women’s Hospital und der Harvard Medical School zeigen: Selbst bei aktuellen und ehemaligen Rauchern mit normaler Lungenfunktion erhöht das Frailty- bzw. Gebrechlichkeits-Syndrom drastisch das Risiko für schwere Atemwegsverschlechterungen und Tod. Die Studie erschien in Aging-US.
Gebrechlichkeit bedeutet Verlust physiologischer Reserven – geringere Kraft, Ausdauer und Aktivität – und macht Menschen selbst gegenüber vergleichsweise harmlosen Erkrankungen verwundbarer.
Mehr als 2.600 Teilnehmer im Alter von 45–80 Jahren mit mindestens 10 Jahren Rauchvorgeschichte wurden untersucht. In der zweiten Beobachtungsphase wurden sie in „robust“, „prä-gebrechlich“ und „gebrechlich“ eingeteilt und rund drei Jahre lang hinsichtlich akuter Atemwegsverschlechterungen und Sterblichkeit verfolgt.
Ergebnis: Bei den „gebrechlichen“ war die Wahrscheinlichkeit für schwere oder wiederkehrende Atemausfälle 3–5-fach höher als bei den „robusten“ — selbst ohne chronische Lungenerkrankung. Auch „prä-gebrechliche“ Personen wiesen erhöhte Risiken auf.
Der DunedinPACE-DNA-Test zeigte beschleunigte Alterungszeichen bei den Gebrechlichen, was darauf hindeutet, dass Gebrechlichkeit tiefere altersbedingte Veränderungen widerspiegelt. Die Autoren empfehlen, einfache Tests auf Gebrechlichkeit zur Früherkennung bei Rauchern und Ex-Rauchern zu nutzen, um präventiv tätig zu werden und Todesfälle zu reduzieren.
Forscher benennen Personengruppe, für die Rauchen besonders tödlich ist: die „Gebrechlichen“
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