Mit der Eröffnung neuer Straßen im Südkaukasus entsteht eine neue Route: Persischer Golf – Nachitschewan – Cəbrayıl – Füzuli – Ağdam – Yevlax – Schwarzes Meer. Dieser Korridor wird den Golf direkt mit dem Schwarzen Meer verbinden.
Vizepremierminister Schahin Mustafayev erklärte am 26. August in einer Sondersitzung des Ministerkabinetts anlässlich des Besuchs von Präsident Ilham Aliyev in den USA: „Dank Klima und Gelände wird diese Route das ganze Jahr über funktionsfähig sein.“
Mustafayev betonte die Bedeutung der neuen Brücken über den Fluss Aras. Die Projekte Agbend–Kelale und Ordubad–Siyahrud verbinden nicht nur Ost-Sangesur mit Nachitschewan, sondern schaffen auch neue Möglichkeiten für groß angelegte internationale Transporte zwischen den Ländern der Region.
Er erinnerte zudem an den Baustart der Bahnlinie Kars–Iğdır–Aralık–Dilucu, die die Türkei mit Nachitschewan verbinden wird. Die 224 km lange Strecke soll jährlich bis zu 15 Mio. Tonnen Güter befördern und direkten Zugang zu europäischen Märkten bieten.
„Aserbaidschan spielt eine Schlüsselrolle im Transitverkehr, da es am Schnittpunkt der Ost–West- und Nord–Süd-Korridore liegt und über starke Infrastruktur verfügt. Mit diesen Projekten wird unser Land zu einem Umschlag- und Logistikzentrum für große Gütermengen. Gleichzeitig wird die Energiekarte des Südkaukasus neu gezeichnet und die Rolle Aserbaidschans als Energietransitland Richtung Europa gestärkt“, so Mustafayev.
Er bezeichnete die Öffnung neuer Verkehrswege auch als historische Chance für den regionalen Frieden: „Aserbaidschan steht für Stabilität und Kooperation.“
