Der Goldpreis wird heute nicht nur in Gramm gemessen, sondern auch an seiner Belastung für das Portemonnaie. In den Schaufenstern der Juweliere glänzt es, doch die Preise sorgen kaum für Begeisterung. Die jüngsten Marktentwicklungen haben Käufer und Verkäufer erneut in eine schwierige Diskussion gebracht.
Verkäuferin Sevinj Ahmedova zeigt sich besorgt: „Der Goldpreis steigt fast jeden Tag und hat bereits einen Rekordwert erreicht.“
Auch Verkäufer Nazim Garibov bestätigt den Trend: „Die Preise steigen langsam, aber kontinuierlich. Derzeit liegt der Preis für türkisches Gold bei etwa 140-150 Manat pro Gramm. Italienisches Gold kann bis zu 200-220 Manat kosten.“
Die Verkäufer sind sich einig: Im April ist der Goldpreis mehrfach gestiegen. Das wirkt sich spürbar auf die Kaufkraft und den Absatz aus.
Verkäuferin Shalala Guseynova verweist auf die langfristige Entwicklung: „Der Anstieg dauert nun schon seit 3-4 Monaten an. Es wird erwartet, dass die Preise weiter steigen. Das schwächt die Kaufkraft der Menschen.“
Ökonomen sehen die Hauptursachen für den Anstieg in der Unsicherheit an den globalen Märkten und den Wechselkursschwankungen.
Ökonom Rashad Hasanov analysiert die Lage: „Wir beobachten steigende Investitionen in Gold seitens zentraler Banken mit globaler Bedeutung. Prognosen, wonach diese im kommenden Jahr mehr als 1 Million Tonnen Gold nachfragen werden, erhöhen den Druck auf den Markt zusätzlich. Außerdem hat die Entscheidung der USA, einen 30%-Zoll auf Importe aus Indien zu erheben, erhebliche Sorgen ausgelöst. Zusammen mit der unvorhersehbaren geopolitischen Lage sind dies die Schlüsselfaktoren, die den Goldpreisanstieg der letzten zwei Wochen befeuert haben.“
Laut Experten werden die Preise auch in den kommenden Tagen schwanken.
