Das jüngste Treffen zwischen Präsident Ilham Alijew und Wladimir Putin in Duschanbe scheint von ersten Anzeichen einer Deeskalation der bilateralen Spannungen gefolgt zu sein.
Russische Medien berichten, dass der ehemalige Direktor des Moskauer Akademischen Satiretheaters, Mamadali Agajew, ein aserbaidschanischer Staatsbürger, in Russland aus der Haft entlassen wurde. Diese Nachricht fällt zeitlich mit der Verlegung des Geschäftsführers von Sputnik Aserbaidschan, Igor Kartavykh, in den Hausarrest in Baku zusammen – eine weitere Geste, die Beobachter als Teil einer gegenseitigen Annäherung zwischen Moskau und Baku sehen.
Analysten stellen fest, dass das Timing dieser Entwicklungen – nur wenige Tage nach dem ersten umfassenden Gespräch zwischen Alijew und Putin seit fast einem Jahr – die Erwartungen verstärkt, dass beide Seiten versuchen, die Beziehungen nach Monaten der Spannungen über die AZAL-Flugzeugtragödie und eine Reihe rechtlicher Streitigkeiten zwischen russischen und aserbaidschanischen Staatsbürgern zu stabilisieren.
Obwohl keine der beiden Regierungen diese juristischen Schritte offiziell mit den hochrangigen Gesprächen in Verbindung gebracht hat, bezeichnen Experten sie als „vertrauensbildende Signale“ nach dem Treffen in Duschanbe, das beide Staatschefs als konstruktiv und auf die Wiederherstellung des „Geistes der Bündniskooperation“ ausgerichtet beschrieben.
